Begegnungsgruppe Judentum

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Kontaktmöglichkeit:
Ansprechpartnerin: Doris Heinze
Telefon: 03641/ 50 88 44
E-Mail: dk.heinze@t-online

Auch in Jena leben seit einigen Jahren wieder jüdische Menschen, die in einer jüdischen Gemeinde organisiert sind. Sie sind willkommen in der Stadt, haben eine Begegnungsstätte und angemessenen Wohnraum.

Wie aber ist ihr Verhältnis zu den Bürgern der Stadt? Was wissen sie von ihnen und ihren Lebensgewohnheiten? Die Fremdheit zwischen den unterschiedlichen Kulturen wird meist durch eine freundliche Gleichgültigkeit ersetzt. Nachbarschaftliche Nähe im Neubaugebiet Jena-Lobeda führt in den meisten Fällen kaum zu mehr Vertrautheit. Lange bestehende antijüdische Stereotype wirken noch immer und falsche Vorstellungen über jüdisches Leben im Alltag bestehen weiter. Die jüdischen Migranten fühlen sich infolge nicht ausreichender Sprachkenntnisse im Alltag oft isoliert. Nur wenige suchen bewusst die Nähe zur deutschen Mehrheitsgesellschaft.

Um dieser „Fremdheit“ etwas entgegenzusetzen, wurde am 23.1.2008 eine Gruppe gegründet, die monatlich in den Räumen der jüdischen Gemeinde Gelegenheiten zur Begegnung zwischen jüdischen und nichtjüdischen Bürgern organisiert. Die Veranstaltungen beleuchten das jüdische Leben und Erbe in möglichst großer Breite. Dazu gehören die Geschichte, Kultur, Religion und Lebensweise des jüdischen Volkes bzw. der Juden in Deutschland. Deshalb wird auch gelegentlich das jüdische Gemeindezentrum als Veranstaltungsort verlassen, um jüdische Geschichte durch Besichtigung historischer Stätten und Ausstellungen erlebbar zu machen. Zudem werden die vielfältigen Möglichkeiten genutzt, die die Universität, die Stadt Jena und auch die jüdische Gemeinde zur Verbreitung von Kenntnissen über das Judentum bieten.