Verein Prager Haus e.V.

Kontakt:

Prager-Haus Apolda e.V.
Dokumentationsstelle zu Widerstand und Verfolgung 1933-1945 in Thüringen
Weimarische Straße 5
99510 Apolda
Tel: 03644/ 51 88 704
http://www.prager-haus-apolda.de/

Ansprechpartner:

Peter Franz
Ilmtalstraße 51
99425 Weimar
Tel: 036453/ 12 17 12
Mobil: 0160/ 51 88 704

Der Prager-Haus-Verein wurde im Januar 2007 gegründet. Dieser Gründung ging eine zwanzigjährige Forschungsarbeit voraus, bei der geschichtsinteressierte Personen sich mit dem Schicksal der verfolgten und vertriebenen und zu einem großen Teil ermordeten jüdischen Einwohner der Stadt Apolda befassten. Am 29. Juni 1988, dem 100. Geburtstag Bernhard Pragers, wurde an dessen Wohnhaus eine Gedenktafel zur Erinnerung an diese Familie angebracht.

Im Jahre 1991 lag als erstes Ergebnis der Forschungen ein Buch vor, das einen Überblick über jüdisches Leben in Apolda beschreibt. Die 1999 gegründete Geschichtswerkstatt
Weimar/Apolda e.V., die jetzt eine Arbeitsgruppe des Vereins ist, veröffentlichte in der Reihe „gesucht“ Arbeiten zu jüdischem Leben, Verfolgung in den ersten Thüringer KZ Nohra und Bad Sulza sowie zur alltäglichen Herrschaft des Nationalsozialismus in der Region Apolda.

Im Jahre 2008 haben dieVereinsmitglieder mit der Herausgabe einer eigenen Schriftenreihe „gefunden“ begonnen.

2009 hat der Verein das Prager-Haus käuflich erworben, so dass sein Bestand gesichert ist.

Am 18. Oktober 2012 hat der Verein eine „Dokumentationsstelle zu Widerstand und Verfolgung 1933-1945 in Thüringen“ eröffnet, die der vorläufige Vereinsort ist, bis das sanierte Prager-Haus dafür zur Verfügung steht. Hier werden Schüler fachlich betreut, die Projektarbeiten schreiben sowie das hier vorhandene Archiv und die Bibliothek dafür nutzen können. Die Befragung von Zeitzeugen und Gestaltung von Ausstellungen gehört ebenfalls zu den Arbeitsmöglichkeiten.

Der Verein Prager-Haus Apolda e.V. ist seit Jahren damit beschäftigt, die Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung von Bürgern wegen ihres Glaubens, ihrer sozialen Herkunft, politischen Überzeugung oder biologischen Verfassung durch das Naziregime wachzuhalten. Dazu wollen wir das ehemalige Geschäftshaus einer jüdischen Familie in Apolda als Ort des Lernens, des Gedenkens und der Begegnung ausgestalten.